Heute hieß es für uns eine Etappe von ca. 20 km zu bewältigen, also ging es schon um 7 Uhr in der Früh auf die Strecke. Die ersten Kilometer waren nicht so spannend, denn der Weg verlief durch das Industriegebiet der Holzverarbeitung im Hafen von Wismar. Das angenehme daran war, dass der Geruch von Holz in der Luft lag.
Nachdem wir das Industriegebiet dann hinter uns gelassen hatten, kamen wir an Wiesen und Feldern vorbei. Immer mit einem Blick nach hinten, wo wir noch eine ganze Weile Wismar und die Werft sehen konnten.



Leider kündigte uns der Himmel dicke Regenwolken an, so wurden wir auf den ersten 10 km komplett nass. Auf diesem Stück hatte ich ein richtiges Tief, Schmerzen in den Beinen und Füßen. Für einen Moment habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, dass ich aufgebe und nach Hause fahre. Irgendwann habe ich mich dann aber zusammen gerissen und bin weiter gegangen.
In Groß Strömkendorf legten wir die erste Pause für den Tag ein. Danach ging es für 7 km in Richtung Stove. Wir kamen durch Blowatz durch und in Stove hatten wir dann endlich eine Kaffeepause zum Aufzuwärmen. Nach dieser letzten Pause ging es für die restlichen 5,2 km Richtung Boiensdorf. Dort noch zum Boiensdorfer Werder abbiegen und zum Campingplatz laufen, dann hatten wir das Ziel für heute erreicht.



Zum Glück wurde das Wetter wieder besser und uns wurde auf den letzten Kilometern noch so richtig warm. Unser Ziel zog sich dann leider auf den letzten 2 km etwas, da es serpentinenartig über die Halbinsel ging. Wir erreichten den Campingplatz pünktlich um 14:30 Uhr, gerade als die Rezeption nach ihrer Mittagspause wieder öffnete.
Die Anmeldung ging recht fix und uns wurde der Camper vom freundlichen Platzwart gut erklärt und eingewiesen. Der Camper, in dem wir übernachten, ist für 5 Personen ausgelegt. Daher war alles schön geräumig und wir hatten viel Platz. Am Ende hatten wir den gesamten Nachmittag zum Entspannen und Genießen.


Da auf dem Campingplatz eine Waschmaschine vorhanden war, haben wir unsere Sachen gewaschen und bei bestem Wetter getrocknet. So ein Heizkraftwerk am Himmel ist schon was schönes.

Zum Abend gab es Nudeln mit Tomatensauce, welche wir bei schönem Wetter im Vorzelt genossen.
Unsere Unterkunft hatten wir direkt auf der Webseite des Campingplatzes gebucht: HaffCamp Werder Zeltplatz 1 23974 Boiensdorf
Rückblickend auf diesen Tag, es ging früh los damit wir noch etwas vom Nachmittag hatten ;-) und ja nun wissen wir auch wie es ist, wenn es regnet und ja nicht jeder Kilometer ist einfach zu bewältigen. Auf dem Campingplatz waren die Gedanken an das Aufgeben nicht mehr ganz so stark.



