Ea's blog

Wie kommt man auf die verrückte Idee in drei Wochen von Travemünde nach Ahlbeck zu wandern. Ich verrate es euch: indem man eine Freundin hat, die ein Buch (Immer am Meer entlang) liest und dann auf diese verrückte Idee kam ;-)

Diese Idee entstand letztes Jahr im Spätsommer. Da bekanntermaßen Urlaub an der Ostsee ein teures Pflaster sein kann, haben wir beschlossen unsere Unterkünfte schnellstmöglich zu buchen. Daher standen die Orte, die unsere Tagesetappen werden sollten, sehr schnell fest. Zwei, drei Mal haben wir noch andere/bessere Unterkünfte gefunden und umgebucht, aber unser Plan und die Wanderroute stand Ende 2023 so gut wie fest. So sehen die von meiner Freundin geplanten Etappen aus:

  1. Tag Berlin - Lübeck (Übernachtung) - Travemünde (Reisebericht: Anreise mit Zug)
  2. Tag Travemünde - Klütz (27,2km geplant und gewandert) (Reisebericht: Travemünde nach Klütz)
  3. Tag Klütz - Zierow (21,4km geplant und 21,3km gewandert mit Weg zum Bus und Bäcker) (Reisebeicht: Klütz nach Zierow)
  4. Tag Zierow - Wismar (10km)
  5. Tag ein Tag Pause in Wismar
  6. Tag Wismar - Boiensdorf (Boiensdorfer Werder) (21,5km)
  7. Tag Boiensdorf (Boiensdorfer Werder) - Rerik (16,1km)
  8. Tag Rerik - Wittenbeck (19,5km)
  9. Tag Wittenbeck - Elmenhorst/Lichtenhagen (20,4km)
  10. Tag ein Tag Pause in Elmenhorst/Lichtenhagen
  11. Tag Elmenhorst/Lichtenhagen - Graal Müritz (19,3km)
  12. Tag Graal Müritz - Wustrow (15,4km)
  13. Tag Wustrow - Zingst (28,9km)
  14. Tag Zingst - Klausdorf (30km)
  15. Tag Klausdorf - Stralsund (13,7km)
  16. Tag ein Tag Pause in Stralsund
  17. Tag Stralsund - Reinberg (21,4km)
  18. Tag Reinberg - Greifswald (30,5km)
  19. Tag Greifswald - Lubmin (25km)
  20. Tag Lubmin - Wolgast (24,2km)
  21. Tag Wolgast - Trassenheide (16km)
  22. Tag Trassenheide - Koserow (12,2km)
  23. Tag Koserow - Heringsdorf (16,8km)
  24. Tag Heringsdorf - Ahlbeck (4,7km)

Die Vorfreude und Aufregung stieg mit jeden Tag an, je näher wir zum Tag der Abfahrt nach Lübeck kamen. Wie oft habe ich mir im Vorfeld gesagt “Ich muss Probe-packen!” - “Jaja”, dabei ist es dann auch geblieben. Ich habe mir zwar immer mal ein paar Sachen, die ich mitnehmen wollte, zurecht gelegt. Aber so wirklich gepackt habe ich nicht. Somit habe ich Montag vor der Abreise alle Sachen, die ich mitnehmen wollte, auf der Couch zurecht gelegt und Dienstag angefangen zu packen - Mittwoch ging es auf große Reise …

Also saß ich Dienstag Nachmittag da und habe vor zwei Rucksäcken gesessen und überlegt welchen davon ich mitnehme. Erst kam die Überlegung, nehme ich wirklich meinen Rucksack den ich geplant hatte? Nein lieber nicht, denn der Rucksack an sich ist schon etwas schwerer als mein eigentlicher Wanderrucksack. Mehr Gewicht auf dem Rücken macht viel aus! Man muss bedenken, dass dieser Rucksack jeden Tag getragen werden muss und das für drei lange Wochen!

Diese Rucksäcke standen zur Auswahl
Diese Rucksäcke standen zur Auswahl

Folgende Rucksäcke standen zur Auswahl:

  • Rucksack rechts von Amazon - Lumesner Handgepäck-Rucksack mit 4 Packwürfeln 40L
  • Rucksack links von Decathlon - QUECHUA Wanderrucksack 30L (altes Modell) - diesen habe ich dann auch genommen

Was wird eingepackt. Wichtig ist welche Sachen sind vom Material her schon schwer und welche Anzahl braucht man wirklich. Wir hatten im Vorfeld geschaut, wo können wir waschen und dabei stellte sich raus, dass es reicht wenn wir Sachen für 4 bis 5 Tage dabei haben. Somit legte ich mir Sachen für 5 Tage zurecht. Gleichzeitig habe ich entschieden, was definitiv zu Hause bleiben kann und was auf jeden Fall mit muss. Bei diesen Überlegungen habe ich meinen Rucksack mehrfach ein- und ausgepackt und immer wieder gewogen. Da der Rucksack laut Empfehlung höchstens 7-8 kg wiegen sollte, musste ich noch einiges austauschen oder die schwere Entscheidung treffen das doch lieber zu Hause zu lassen.

Alle Sachen
Alle Sachen die in den Rucksack mussten

Nachdem alles entschieden war, fand ich den Platz im Rucksack doch sehr bedrängt. Dabei fiel mir mein 60 Liter Wanderrucksack ein und ich packte noch einmal alles um. Aber dieser Rucksack war wiederum zu groß und doch etwas unangenehm zu tragen. Also wieder alles zurück in den kleinen Rucksack und mit der Enge arrangiert - hatte noch einen kleinen mini Beutel dran befestigt, damit war ich dann zufrieden.

Spät abends war mein Rucksack für die nächsten Wochen fertig gepackt und ich war vor der eigentlichen Wanderung schon völlig fertig ;-)

Fertig gepackt
Fertig gepackt

Mein Fazit zum Packen:

Sollte ich jemals noch einmal so etwas planen, dann steht für mich definitiv fest: nicht erst am Abend zuvor packen! Außerdem Rucksack vorab auf längeren Tagestouren testen, ob der auch wirklich für die Zeit ausreicht und ob er gut zu tragen ist!

Morgen geht’s los, ich freu mich!